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Die Evangelische
Kirche Deutschlands
(EKD)
und die Offenbarung

Peter Hübner
Brief an die
Evangelische Kirche
Deutschlands (EKD)
deren Hochschule
in Heidelberg

betreffend

Peter Hübner
Brief anden Rektor
der Evangelischen
Hochschule

in Heidelberg

   
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  Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) und die Offenbarung Seite 3      
 
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Natürlich können diese Freunde nicht neidisch oder eifersüchtig auf seine begnadeten Einsichten sein, denn sonst würden sie sich gleich in die zweite Gruppe derer einordnen können, die der ganzen Sache und seinem neuen Wissenschaftsbild  –  oft nicht ohne

 
 

Neid – kritisch und ablehnend gegenüber- stehen und ihn nun umschleichen wie jemanden, der ihnen ihr etabliertes wissenschaftliches Weltbild stehlen will, wie um es geradewegs wegzuwerfen – wegzuwerfen!

„Es gibt keine Wahrheit,
die in einem Flachkopf
nicht zum Irrtum werden könnte.“
                          Vauvenargues
               
 

Und nach einigen Jahren oder Jahrzehnten und manchmal auch Jahrhun- derten oder gar Jahrtausenden wird dieser Wissenschaftler, der ja ohne großes eigenes Zutun plötzlich eine unglaubliche Offenbarung hatte – die er dann mit Hilfe seiner wissenschaftlichen Werkzeuge und hier besonders  mit der Mathematik verifiziert

 
 

hatte, so gut er eben konnte – schließlich dann aber doch von einer immer größeren Zahl von Wissenschaftlern und anderen Denkern anerkannt.

„Der Wahrheitsliebende
wird aus der Stadt gejagt.“
                     Türkisches Sprichwort
   
 

Aber dies geschieht nicht selten erst nach langen Verunglimpfungen, die ihn manchmal sogar in den Kerker oder auf den Scheiterhaufen brachten – wenn nicht gar noch seine Verwandten wegen seiner verwegenen Erkenntnisse in Mitleidenschaft gezogen wurden, wie zum Beispiel im Falle   Keplers,   wo    die   Kirche  dessen

 
 

Mutter ins Gefängnis brachte und als Hexe verunglimpfte, um den Sohn von seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen und göttlichen Offenbarungen – wie er es empfand – abzubringen.

„Das erste und letzte,
was vom Genie gefordert wird,
ist Wahrheitsliebe.“
                          Goethe
 
   
 

So wurde Christus ans Kreuz geschlagen, Pythagoras mußte verschiede- ne Male Anschläge auf sein Leben hinnehmen und fliehen, Sokrates mußte den Giftbecher trinken, Galilei mußte widerrufen und in Hausar-rest gehen, Kepler mußte sich in jahrelangen zähen Kämpfen bemühen, seine alte Mutter  wieder aus dem Kerker

 
 

frei zu bekommen und Johann Sebastian Bach mußte für seine musikalischen Offenbarungen Tag für Tag große Unbill hinnehmen, und seine Frau mußte für seinen musikalischen Gottesdienst nach dem Tode des großen gottbegeisterten Musikschöpfers betteln gehen, bis sie schließlich in einem Armenhaus verstarb – etwas, was all jenen Frauen unbedeu- tender Kirchenmusiker und Interpreten ohne irgendwelche göttlichen Offenba- rungen selbstverständlich nie passieren könnte.

„Zur Aufklärung
wird nichts erfordert
als Freiheit,
und zwar die unschädlichste
unter allem,
was nur Freiheit heißen mag,
nämlich die:
Von seiner Vernunft
in allen Stücken
öffentlich Gebrauch zu machen.“
                          Kant
   
 

Hier liegt das Problem der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD).
Aufgrund der Mittelmäßigkeit ihrer religiösen Führer, die über eigene göttliche Offenbarungen  nicht  verfügen –

 
 

welche aber für den, der sie hat, ganz na- türlich sind –, stellt sie alle diejenigen, die solche Offenbarungen haben, für Betrü- ger und Scharlatane hin.

„Neid ist des Ruhms Begleiter.“
                          Cornelius Nepos
               
 

Dies tut sie aus purem Neid und brennen- der Eifersucht, weil der mit der Offenba- rung Beschenkte dem Schöpfer offenbar näher steht und ihm lieber ist als der arme Wicht,  der  hier  auf  seiner  grauen  Erde

„Neid ist nichts anderes
als Haß gegenüber den Vorzügen
der anderen.“
                          Montegazzar
  ohne  alle   großen   inneren   Sensationen  
 

seinen schlichten Kirchenjob herunter arbeitet, bis er schließlich
p e n s i o n i e r t   wird – welch unglaublicher Gedanke für jemanden, der angeblich und offiziell dem Schöpfer dient!

Hat man so was je von einem gottbegeisterten Künstler, Wissenschaft- ler, Philosophen oder Propheten gehört, der mit dem Schöpfer im Rah- men seiner Offenbarungen – die ja die ge-

 
 

samte Persönlichkeit in solchen Wirbel der leuchtenden Erkenntnis hineinreißen –, alltäglich umgeht?!   
P e n s i o n i e r t !!!

  „So stirbt er allbekannt
und kennt sich selber nicht.“
                     Vauquelin des Yvetaux
                                   
           
                                                                                                                   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Veröffentlichung mit freundlicher Genhemigung von AAR EDITION
© DER HESSISCHE LANDBOTE 2001
       

 

 
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