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DER HESSISCHE LANDBOTE
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Tatsachen
 
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s‘ Gewittersche zum Hessischen Landboten
Das verlorene „Ich“ des
Nordhessischen Medienzaren

Internationaler Kongress in Kassel
 

  Resultat eines komplizierten Zusammenspiels
  von Genen und Memen – ein biochemischer Prozes
s:

Der Linke Evangelische Missionar
auf der Suche nach seinem Ich
VORWORT DES HERAUSGEBERS

Für den 19. Oktober 2001 plant der Eigentümer und Herausgeber, HNA – Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Herr Diers*, seine internationalen weltweiten Kasseler Millennium-Tage, bei welchen sich die Welt- Kapazitäten der Ichsuche bzw. der Gehirn-Manipulation auf einem internationalen Kongress öffentlich und mit wissenschaftlichem Format der konkreten Frage nach seinem entlaufenen Ich widmen sollen.

Es wird davon ausgegangen, daß sich die finanzielle Investition und der personelle Einsatz der Kasseler Honoratioren lohnen und von den hohen Abgesandten der verschiedenen bedeutenden Universitäten der Welt das Ich des Herrn Diers wiederbeschafft wird.

Aber auch wenn das Ich des nordhessischen Medienzaren von den bedeutenden Wissenschaftlern der Welt nicht gegen gute Entlohnung wieder herbeizitiert werden können sollte, dann hat man sich schon insofern abgesichert, daß in diesem Falle das Ich des Herrn Diers als nicht existent erklärt wird: daß es als eine reine Funktion des Gehirns erkannt wird – so die namhaften Vertreter der Universitäten.

Insofern ist es nun interessant, zu verfolgen, wie das Ergebnis aussehen wird.

Eine erste Befragung in der Region hat ergeben, daß sich die meisten Frauen aus Nordhessen dafür einsetzen würden, daß das Ich des Herrn Diers zu diesem zurückkehrt.
Aber bei den Männern liebäugeln auch nicht wenige mit dem Gedanken der für den Notfall geplanten wissenschaftlichen Verifizierung der Nicht-Existenz des Ich des nordhessischen Medienzaren. Die Männer sind nämlich der Meinung, daß er dann vielleicht das Arbeiten lernt – was er „in seiner Jugend verpaßt“ hat – wie sie sich ausdrücken – „denn sonst würde er ja selbst nach ihm suchen, wie jeder einfache vernünftige nordhessische Mann dies in solch einem Falle täte, anstatt einen großen internationalen Kongress dafür zu veranstalten und mit dem Geld der Kasseler Honoratioren aus aller Welt die wissenschaftlichen Honorartioren der Großuniversitäten für die Suche nach seinem Ich zu laden!“ So die Männer aus der Region.

Beide – Männer wie Frauen der Region – sind sich aber darüber einig, daß diese bedeutenden wissenschaftlichen Experten niemand in Nordhessen versteht. Deshalb hat der Herr Diers seine internationale Konferenz in weiser Voraussicht auch in englisch bzw. amerikanisch angekündigt: „a future conference“, was auf nordhessisch soviel bedeutet wie: „Dem Herrn Diers* seine Konferenz-Zukunft“.

Und wenn man bedenkt, daß hier und da auch noch des weiteren ausländische Sprachen auf der internationalen Konferenz angewandt werden, dann übersteigt dies das nordhessische Auffassungsvermögen in einem solchen Ausmaß, daß Teilnehmer von hier aus der Region kaum zu erwarten sind. Und dabei haben wir jene vielen ungewohnten deutschen wissenschaftlichen Fremdwörter der gelehrten Referenten der Universitäten auf dieser internationalen Konferenz noch gar nicht berücksichtigt.

Aus diesem Grunde wirbt der Medienzar die Zuhörer für seinen Kongress vor allem überregional, damit er bei der Suche nach seinem Ich nicht mit seinen nordhessischen Honoratioren (den Sponsoren der Suche nach seinem entlaufenen Ich) sowie den wissenschaftlichen Honorartioren der Universitäten aus aller Welt alleine da sitzt und damit die Idee der Nicht- Existenz des Ichs, falls sein Ich sich nicht einfindet, auch die gewünschte Verbreitung findet.
Man befürchtet auch bei Anwesenheit der Nordhessen auf dem Kongress, daß der einfache Bürger und die einfache Bürgerin über Herrn Diers und seine finanziellen Honoratioren sowie akademische Honorartioren lachen würden, weil er nicht alleine auf sein Ich aufpassen kann wie jeder einfache, fleißige Mensch in der Region auch.

Insofern hört man vor dem Kongress vom Nordhessen auch jetzt schon hier und da das geflügelte Wort: „Sei froh, wenn dir dein Ich nicht wegläuft wie dem Herrn Diers seins!“
Und wenn zwei Nordhessen sich treffen und grüßen, dann kommt es auch schon des öfteren vor, daß der eine den anderen fragt: „Wie geht es deinem Ich?“

Um diese doch nur auf einen gewissen Imageverlust in der ungebildeten provinziellen Region hin wirkenden unnötigen Fragen nach seinem entlaufenen Ich ein für allemal mit Erfolg abzuwenden, deshalb hat der Philosoph und Medienzar Diers zu seinem internationalen Kongress hier in Kassel die weltweiten Kapazitäten der Universitäten auf dem Gebiete der Ichforschung bzw. der Ichfindung hierher zitiert und will das alles zu einer guten Lösung bringen: entweder die Professoren und Doktoren finden sein entlaufenes Ich wieder, und zwar kollektiv und international – denn eine einzelne der Kapazitäten ist dem Herrn Diers dafür offenbar nicht klug genug, wenn nicht gar zu dumm –, oder sie müssen in einer konzertierten Aktion die öffentliche Meinung, also die Presse, dazu überreden, und zwar mit fremden Sprachen und allerlei fremdartigen und wissenschaftlich klingenden Fachausdrücken und allem drum und dran, daß es das Ich als solches gar nicht gibt und daß sich vom Standpunkt der gegenwärtigen wissenschaftlichen Kapazitäten der verschiedenen führenden Universitäten der Welt eine Suche danach somit erübrigt – so die Fachexperten in einer ersten vorsichtigen Vorausschau auf das zu erwartende Ergebnis des internationalen Kongresses gegenüber dem HESSISCHEN LANDBOTEN.

Und die bekannten nordhessischen Originale Henner und Schorsche meinen sogar zu dem ganzen internationalen Kongress: „Der Herr Diers will sich nur nicht ändern, das ist das Problem!“

Wie dem auch sei – wir werden in der Sache weiter am Ball bleiben und für Sie recherchieren!

Ihr HESSISCHER LANDBOTE

 
IM NAMEN DER WAHRHEIT – VOR DEN AUGEN DES VOLKES
 

 

Such- und Planungsteam
 

An die HNA
Frau Inge Thaetner
Kassel

Freitag 7. September 2001

Betr.:
Ihre andauernden Anfragen und Ihre letzte Anfrage vom 2.8.2001 und das angebliche Interesse Ihrer Leserinnen und Leser, wie lange wir noch „in dem Gebäude des ehemaligen Jugendhofes zu bleiben gedenken?“


Sehr geehrte Frau Thaetner,

zum einen handelt es sich nicht um ein Gebäude, sondern um eine Reihe von Gebäuden – wie Sie sich bei Ihrem ehemaligen Landtagsabgeordneten kundig machen können, der hier bei uns wie eine Vision als „Imperator Karwecki: Ich bin das Volk“ erschienen ist und daraufhin spontan von allen politischen Ämtern zurücktrat.
Zum anderen handelt es sich nicht um einen ehemaligen Jugendhof, sondern besonders durch unsere Präsenz um einen „Ort der rechten (richtigen) Aufklärung“. Dieser Tatbestand wird auch durch Ihre dauernden Fragen bestätigt.

Und zum dritten sind wir – wie Sie sicherlich schon von Ihren linken klerikalen Chef-Informanten „Stern“ und „SPIEGEL“ erfahren haben dürften – offiziell auf der Suche nach dem entlaufenen Ich Ihres Chefs.
Es soll sich hier in unmittelbarer Umgebung im Wald versteckt halten.
Bis zu seinem internationalen Kongress wollen wir es gefunden haben, um ihn platzen zu lassen. Doch verraten Sie ihm dies nicht – es soll eine Überraschung sein.
Ihre Leser können Sie durchaus über diese sensationellen Fakten aus der provinziellen Medienwelt informieren, denn wir gehen nicht davon aus, dass Herr Diers seine Zeitung ohne sein Ich liest.

Im Augenblick weitere Auskünfte zu geben, sind wir nicht autorisiert, um die Suche nicht unnötig mit Risiko zu belasten.
Aber schreiben Sie hurtig weiter über uns, unsere Verwandten freuen sich immer, wenn sie Interessantes über uns in der Zeitung lesen können.

Ihr Such- und Planungsteam              

 
*Diers = Dierichs ohne ich – weil ihm sein Ich weggelaufen ist
 
   
   Kommentar
   von Henner & Schorsche
© DER HESSISCHE LANDBOTE 2001

 

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